zurück
Abgeschlossene Aktivitäten der Kreisgruppe Ebersberg

Haben Sie nicht Lust uns zu unterstützen?


2013 Aktivitäten und Veranstaltungen ab 2013 finden Sie auf der Homepage unserer LBV-Kreisgruppe Ebersberg www.lbv-ebersberg.de
04.03.2013 Die Beobachtung der Störche wurde optimiert. Durch die Montage einer Schwenk-Neige-Vorrichtung ist nun ein verbesserter Einblick in den Horst möglich. Es sollte sogar möglich sein den Code von Storchenringen ablesen zu können. Die Montage wurde notwendig, weil ein anonymer Anrufer im vergangenen Jahr Leute angerufen hat, deren Wohnungen im Kamerablickfeld zu sehen sind und dabei dem LBV Indiskretion vorgeworfen hat. Die angerufenen Personen zeigten sich sehr verärgert über den anonymen Anrufer, der auch auf Nachfrage seinen Namen nicht preisgab. Sie zeigten sich jedoch solidarisch mit dem LBV und bekräftigten kein Problem mit der Kamera zu haben. Da es aber immer wieder zu Wohnungswechseln kommen kann und sich so die Meinung ändern kann wurde nun grünes Licht für die Schwenk-Neige-Vorrichtung gegeben.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Brauerei Schweiger, die die Anschaffungskosten übernahm.

2012  
16.10.2012 Ab diesem Monat treffen wir uns wieder regelmäßig im evang. Gemeindzentrum in Zorneding. Das Thema des ersten Treffens war "der Landschaftspflegeverband Ebersberg". Herr Rüegg, Geschäftsführer des LPV, berichtete in einem Powerpoint-Vortrag über Mitglieder, Finanzierung, Ziele, Aktivitäten und Umweltbildung des Verbandes.
13.10.2012 Das Wetter spielte an diesem Samstag mit und so konnte die jährliche Nistkastenkontrolle in und um Markt Schwaben stattfinden. Die größte Überraschung war eine Familie Gelbhalsmäuse in einem Nistkasten in etwa 8 m Höhe.
12.10.2012 Mit Hilfe der Markt Schwabener Freiwilligen Feuerwehr konnten Richard Straub und Peter Gasselsdorfer den Storchenhorst sanieren. Da die Störche ständig Nistmaterial in den Horst einbringen wird er von Jahr zu Jahr höher und schwerer. Bevor er zu einer Gefahr werden kann wurde der inzwischen etwa 80 cm hohe Horst abgetragen. Nun können die Störche in den nächsten Jahren wieder am Aufbau arbeiten. Nochmals ein herzliches Dankeschön an die Feuerwehr.
18.09.2012 Werner Preisinger führte uns in die Moräne südlich von Poing. Die Führung begann im Reuterpark, wo wir Interessantes über die Entstehung erfuhren. Der weitere Weg führte uns bis zum Lindsee in dessen Nähe wir einen Fledermausunterschlupf besichtigten. Da die meisten Taschenlampen dabei hatten konnten wir den Weg in der Dunkelheit gut zurückfinden.
17.07.2012 Wir besuchten die Herrmannsdorfer Landwerkstätten in der Nähe von Glonn. Etwa 20 Interessierte nahmen an der fachkundigen Führung teil.
12.06.2012 Im Rahmen der "BayernTour Natur" die vom LBV durchgeführt wird wollten wir heute die Storchenhorste in Markt Schwaben und Forstinning und neue Biotope und Ausgleichsflächen besichtigen. Leider hat uns der heftige Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Veranstaltung musste ausfallen. Wir werden sie aber nächstes Jahr nachholen.
08.06.2012 Liebe Storchenfreunde, heute um 15:00 Uhr haben Clemens Krafft und Richard Straub in einer kurzen Regenpause die Jungstörche beringt und nebenbei auch den Kadaver des verendeten Jungstorches entfernt.
Schon beim Dachfensterausstieg haben sich die beiden durch lautes Reden den Störchen angekündigt und bemerkbar gemacht. Der Altstorch soll nicht erst am Horst bemerken, wenn sie sich von unten nähern, damit der Schreck nicht so groß ist. Die Jungen verfallen dann in Akinese (Schreckstarre, Todstellreflex). Dieser Reflex ist nur während eines bestimmten Zeitrahmens vorhanden, weshalb der heutige Termin ideal ist. Der bewachende Altstorch droht zuerst, um dann während des Beringens über dem Horst zu kreisen oder einen Beobachtungsplatz zu beziehen. Spätestens wenn der abwesende Altstorch, der ja von der kurzen Aktion nichts mitbekommen hat, wieder auftaucht, geht alles wieder seinen gewohnten Gang.

Damit Sie unterwegs unsere Störche wiedererkennen können, finden Sie hier den Code der Ringe.
09.05.2012 Heute fand im Landkreis wieder eine große Aktion für die Dohle statt. Lesen Sie hier.
08.05.2012 Die Waldexkursion im Ebersberger Forst unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Gesundheit wurde vom LBV im Rahmnen der "Bayern Tour Natur" durchgeführt. Das Motto hieß „Nutzen oder Bewahren?“ – Naturnahe Forstwirtschaft vor der Haustüre.

Der zuständige Chef für den Ebersberger Forst, Dr. Heinz Utschig, führte die Vogelschützer durch besonders interessante Teile des Ebersberger Forstes und hatte dabei viele Fragen zu beantworten. Im Vordergrund stand der ökologische Umbau des Forstes hin zum gesunden Mischwald mit ca. 50% Nadelwald und 50% Mischwald. Schon dadurch ist von einer positiven Entwicklung der Artenvielfalt auszugehen. Der Wald wird auch in seiner Struktur auf die begonnene Klimaerwärmung vorbereitet
Dr. Utschig, der erst seit zwei Jahren für den Ebersberger Forst zuständig ist, hat die Herausforderung angenommen „Nutzen und Schützen zum Wohle des Waldes" im Einklang zu halten, was nicht einfach ist, wie jedem im Verlauf des Abends klar wurde. Es sind Naturschutz, Bodenschutz, Freizeitvergnügen und Waldnutzung durch Holzwirtschaft unter einen Hut zu bringen,
In der Vergangenheit wechselten immer wieder die Prioritäten. Mal stand die Holzwirtschaft im Vordergrund, mal das Jagdwild oder auch die Landwirtschaft, die das Vieh zum Weiden in den Wald trieb. Es gab Zeiten, da wurden von der Anzinger Seite her bis zu 3000 Rinder in den Forst getrieben.
Insbesondere die Eicheln hatten es dem Vieh angetan und auch noch heute spielt die Eichel eine wichtige Rolle. Die Wildschweine haben sie zum Fressen gerne und die Fleischqualität wird ordentlich gesteigert.
Doch insbesondere im Ebersberger Forst holt uns die schon 26 Jahre zurückliegende Reaktorkatastrophe von Tschernobyl wieder ein. Noch immer ist die Strahlenbelastung verheerend, wenn auch schwankend. War ein gutes Eicheljahr so liegen die gemessenen Strahlenwerte bei etwa 20% des erlegten Schwarzwildes über dem Grenzwert von 600 Becquerel und das Wildbret muss zur Sonderentsorgung. Ist es ein schlechtes Eicheljahr gewesen und die Wildschweine ernähren sich hauptsächlich von Bodennahrung, so sind es sogar bis zu 80% die nicht auf dem Teller landen können!

Schwarz- und Rotwild ist von 2 Besucherkanzeln aus, die jederzeit besucht werden dürfen, gut zu beobachten. Die Vogelwelt ist vielfältig und bei den Fledermäusen hat der Ebersberger Forst einen großen Stellenwert. Die natürliche Schädlingsbekämpfung ist sehr wichtig und hier helfen die Vogelschützer tatkräftig mit, indem sie ca. 3000 Nistkästen im Forst betreuen und auch im 1000-Fledermauskastenprogramm eingebunden sind.
77 qkm von den insgesamt 90qkm des Ebersberger Forstes sind Staatsforst. 10 Förster, 2 Berufsjäger die hauptsächlich als Wildhüter agieren und 50 Waldarbeiter arbeiten im Forst.
Eine positive Waldentwicklung zeigt die jährliche Holzernte von 60 000 bis 65 000 Festmetern, während in der gleichen Zeit aber 70 000 Festmeter nachwachsen und dies überwiegend durch natürliche Verbreitung.
Ein 23 km langer Wildzaun umgibt seit 1817 den Forst und schützt so die umliegende Landwirtschaft und zugleich auch das Wild. Die Größe der Fläche erlaubt einen Wildbestand der trotz der Verinselung nicht inzuchtgefährdet ist.
Im 19. Jahrhundert wurden Fichtenmonokulturen zur Holzgewinnung angelegt, die sich aber nicht als robust gegen Umwelteinflüsse zeigten. Während in früheren Jahren das Laub gesammelt, verbrannt und die Asche als Dünger auf die Felder verbracht wurde, findet heute der Haupteintrag von Stickstoff durch Industrie und Landwirtschaft statt.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit endete die Exkursion und die Vogelschützer bedankten sich für die spannende und informative Führung von Dr. Utschig und seinem Mitarbeiter. Sie sehen der Entwicklung des Ebersberger Forstes mit positiven Gefühlen entgegen.
04.05.2012 Heute gelang es uns mit Hilfe eines Grundstücksnachbarn die restlichen Grenzen unseres Grundstückes bei Aßling aufzuspüren.
Alle Grenzverläufe wurden nun mittels Vogel- und Fledermauskästen markiert. Gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband wird ein Konzept zur Renaturierung erstellt, und, wenn alles gut geht werden im Oktober die ersten Bäume gefällt. Die Fläche soll so mehr von der Sonne durchflutet und teils wieder vernässt werden. Wir wollen dadurch einen Lebensraum für die arktische Smaragdlibelle, Kreuzottern und viele andere Tiere und Pflanzen schaffen.
10.04.2012 Fast zwanzig Interessierte trafen sich Ismaninger Speichersee zur Vogelbeobachtung mit Günter Pirzkall. Hier nur ein Auszug der zahlreichen Vögel, die entdeckt werden konnten: Streifengans, Löffelenten, Knäkenten, Pfeifenten, Kolbenenten, Mandarinenten, Kornweihen, Sperber, Kiebitze und Kampfläufer. Lediglich gehört wurden Mönchsgrasmücke, Zilpzalp und Fitis. Auch konnten während des herrlich roten Sonnenunterganges drei Große Abendsegler beobachtet werden.
13.03.2012 Der Raum im Zornedinger Gemeindehaus platzte fast aus allen Nähten. Über 80 Interessierte kamen zu dem Dia-Vortrag "Eulen im Ebersberger Forst" von Helmut Meyer aus Ismaning. Er betreut seid über 20 Jahren die Eulen-Nistkästen im Ebersberger Forst und kennt bestens die dort vorkommenden Arten: Waldkauz, Waldohreule, Raufußkauz und Sperlingskauz. Sein zweistündiger überaus interessanter und kurzweiliger Vortrag begeisterte alle. Alle waren sich einig, dass dieser Abend viele neue Erfahrungen gebracht hat und dass es wichtig ist in unseren Bemühungen für die Natur nicht nachzulassen.
14.02.2012 Bei unserem monatlichen Treffen zeigte Richard Straub im ev. Gemeindehaus in Zorneding eine Dia-Show über den Ausflug einiger LBV-Aktiver im vergangenen Jahr in das Krumltal, dem "Tal der Geier" in den Hohen Tauern.
Außerdem wurde über das erfolgreich abgeschlossene Dohlen-Projekt in Steinhöring berichtet und der Film gezeigt, der im Bayr. Rundfunk ausgestrahlt wurde.
31.01.2012 Eine Fledermausrettungsaktion hat uns (Peter Gasselsdorfer, Wolfram Strahl und mich, Richard Straub) heute bis in die Nacht hinein beschäftigt.

Was war geschehen:
Im Stadtgebiet Erding wurden "am Rätschenbach" Baumfällaktionen durchgeführt. Erst nach dem Fällen einer ca. 80 Jahre alten Pappel stellte sich heraus, dass sich eine Winterschläfergruppe des "großen Abendseglers" in einer Faulhöhle befand. Durch den harten Aufprall kam dabei leider ein Teil der Tiere ums Leben.

Von den Arbeitern wurde auf ca 80 cm Länge der Stammteil mit der Höhle abgesägt, mit einem Jutesack überspannt und anschließend zu mir nach Markt Schwaben transportiert.
In mühsamer Arbeit holte ich die noch vom Winterschlaf steifen Tiere einzeln aus dem morschen Hohlraum und reinigte sie. Sie hatten feinen sägemehlartigen Mulm im Maul und drohten z. T. zu ersticken. Sie saßen teilweise so fest in kleinen Nebenspalten, dass es sehr schwierig war sie zu bergen, ohne ihnen weitere Verletzungen zuzufügen. Schon dachte ich die letzte Fledermaus herausgebracht zu haben, als ich eine weitere kleine Höhle entdeckte, die mit der größeren in Verbindung stand. Es war unmöglich dort an die Fledermäuse zu gelangen.

Inzwischen waren einige Stunden vergangen und ich bat Wolfram und Peter mich zu unterstützen.
Die geretteten 23 Tiere wurden in Kästen umgesetzt und der Holzklotz mit den 4 restlichen Fledermäusen wurde zur Fischzucht Kießle transportiert. Dort hatten wir vergangenes Jahr zu einem bereits voll besetzten Winterschlafkasten einen weiteren dieser Art aufgehängt. In diesem fanden nun die 23 Abendsegler ihren neuen Schlafraum.

Zurück zum Auto, dann den Holz-Klotz vorsichtig spalten, damit wir an die restlichen 4 Fledermäuse gelangen können - dies war unser Plan. Doch die Fledermäuse hatten einen eigenen Plan.
Nach dem Öffnen des Kofferraumes sahen wir, dass die 4 Abendsegler ausgebüchst waren und sich in Wolframs Auto verteilt hatten. Vorsichtig wurden sie eingesammelt zu den anderen in den Kasten gesetzt. Kurz vor acht konnten wir dann zufrieden die Arbeit beenden.

10 Fledermäuse überlebten leider nicht, eine weitere war so schwer verletzt, dass ich sie schweren Herzens erlösen musste. Doch konnten insgesamt 27 Große Abendsegler gerettet werden.
10.01.2012 Bei unserem Treffen in Zorneding sahen wir den äußerst interessanten Film „Des Meisterfischers Wohnungsnot“. Den selbst gedrehten Film von Manfred Depree über den Eisvogel verfolgten 29 interessierte Naturfreunde, unter denen zahlreiche Gäste waren.
Anschließend wurden noch interessante Aspekte und Bilder über den Vogel des Jahres 2012, die Dohle, gezeigt.
07.01.2012 Heute haben wir bei unserer LBV-Nachbargruppe ausgeholfen.
Wir waren im nördlichen Landkreis Erding und haben in Eitting den alten, absturzgefährdeten Horst abgetragen, die neue Unterlage montiert und wieder Horstmaterial aufgebaut.
Anschließend war noch das Dach und der Hof zu säubern. Nach 5 Stunden konnten wir die Arbeit abschließen. Wir danken Franz von der FFW und der Fa. Umwelt Wurzer für die große Unterstützung.
04.01.2012 An der Entbuschung der Brucker Heide wird ständig gearbeitet

2011
 
13.12.2011 Beim gemütlichen Weihnachtstreffen in Zorneding im ev. Gemeindezentrum ließen wir das Jahr Revue passieren und ehrten langjährige Mitglieder.
10.11.2011 Während sich die Störche im südlichen Überwinterungsquartier aufhalten wurde in ihrer Brutheimat der Tisch für die kommende Saison gedeckt.
Vor gut 20 Jahren, schon vor dem ersten Ansiedelungsversuch 1994, hatte Richard Straub die untere Naturschutzbehörde überzeugen können auf der großen Mooswiese Biotope anzulegen. Hier finden sich nicht nur die örtlichen und die Forstinninger Störche ein, sondern auch durchziehende Storchentrupps, einzelne Herumstreuner und sogar auch Schwarzstörche.

Im Verlauf der Zeit sind diese Biotope nun stark verbuscht und auch teilweise verlandet, was für die Störche nicht mehr ideal ist. Es war wichtig wieder für freie Wasserflächen zu sorgen, um für Frösche und Molche die Laichbedingungen zu optimieren und damit das Nahrungsangebot zu verbessern. Außerdem brauchen Störche ein weites Sichtfeld, um ihrer Fluchdistanz entsprechend ohne Stress erfolgreich jagen zu können.

Bei typischem Novemberwetter rollte frühmorgens die Zugmaschine mit Hänger und Bagger im "Schwabener Moos" an. Es mussten Büsche und Bäume mitsamt den Wurzeln entfernt werden um die Wasserflächen wieder herzustellen. Jedoch nicht alle Biotope wurden dieser "Behandlung" unterzogen. Lebensraum und Rückzugsgebiete sollten für andere Lebewesen erhalten bleiben. Schließlich finden sich auf der "Mooswiesen" neben vielen anderen Tieren auch Feldhasen, Rehe und Bodenbrüter ein. Wie gut der Ringelnatterbestand ist zeigt uns der Storch immer wieder durch seinen Jagderfolg. Die freien Wasserflächen sollen nun für die nächsten 10 Jahre ihren Zweck erfüllen.

Das Ergebnis dieser gemeinsamen Aktion von Landschaftspflegeverband, unterer Naturschutzbehörde und dem LBV kann an den Bilder gesehen werden.
08.11.2011
Die heutige Jahreshauptversammlung wurde mit einem Imbiss, organisiert von Andreas Zanoli und Josef Ametsbichler eröffnet. Das Hauptthema des Abends war die Neuwahl des Vorstandes. Die Anwesenden dankten dem bisherigen Vorsitzenden Richard Straub für seine hervorragende Arbeit. Richard Straub legte den Vorstands- und Kassenbericht offen und die Entlastung erfolgte einstimmig. Neben der Wiederwahl bewährter Mitglieder gab es auch einige Neuwahlen. Herr Luy, der Geschäftsführer des Bezirksverbandes Oberbayern, leitete die Wahl mit folgendem Ergebnis:

1. Vorsitzender: Richard Straub
1. stellvertr. Vors.: Prof. Dr. Rainer Förderreuther
2. stellvertr. Vors.: Markus Urbanek
Schatzmeister: Volkhart Matthäus
Kassenprüfer: Manfred Wildner
Kassenprüfer: Josef Ametsbichler
Schriftführer: Peter Gasselsdorfer
Delegierter: Günter Pirzkall
Jugendbeauftragter: Markus Urbanek

 
05.11.2011 Wieder stand die jährliche Kontrolle der Nistkästen an. An diesem herrlichen Herbsttag, der mit Nebel begann und mit strahlendem Sonnenschein endete, kontrollierten und reinigten wir mit fleißigen Helfern die Nistkästen und Fledermausquartiere im Umkreis von Markt Schwaben. Dabei konnten über zweihundert Fledermäuse gezählt werden. Wir stellten fest, dass in manchen Vogelkästen mehrfach gebrütet wurde. So z. B. erst von einem Kleiber und anschließend von einer Blaumeise. Ein besonderes Erlebnis war die Entdeckung eines kleinen Laubfrosches im Schwabener Moos.
31.10.2011 Wir haben den "Brückentag" genutzt um eine Sitzstange für die Störche über der Kamera zu befestigen. Sie können nun nicht mehr auf der Kamera aufsitzen und dadurch den Blickwinkel verstellen. Gleichzeitig reinigten wir den Horst von Unrat und beseitigten, soweit es ging, das Dach von herabgefallenen Zweigen und Ästen.
11.10.2011 Endlich konnten wir unser fertiggestelltes Fledermausquartier, die ehemalige Trinkwasseranlage in Frotzhofen, der Öffentlichkeit vorstellen. Bei idealem Wetter nahmen neben Bürgermeister Finauer auch die Vertreter des Wasserwerkes, die uns oft unterstützt haben, teil.
In einer anschließenden Exkursion konnte zwar nur eine Fledermaus gesichtet und ein paar mit dem Ultraschalldetektor gehört werden. Doch an der nahen Linnseekapelle, in deren Mauerwerk 1998 vier Fledermausspaltenquartiere eingebaut wurden, konnte nun nach 13 Jahren die Anwesenheit von Fledermäusen nachgewiesen werden. Das ist ein großer Erfolg und zeigt, wieviel Geduld nötig ist. Im Fledermausschutz muss eine Ansiedelung nach wenigen Jahren schon als "schneller Erfolg" gewertet werden.
01.10.2011 Wie auch am 01. und 02.04. wurde wieder eine Entbuschungsaktion im Brucker Moos durchgeführt. So können die Lebensgrundlagen für das Heidekraut und die darin lebenden Tiere erhalten bleiben.
Aug.-Sep. 2011 Der Umbau des Wasserwerks in Frotzhofen zu einem Fledermausquartier wurde erfolgreich abgeschlossen.

Unsere Nachbargemeinden Anzing und Forstinning haben zusammen ein neues Wasserwerk gebaut. Das alte Bauwerk wurde dem LBV durch einstimmigen Gemeinderatsbeschluss überlassen, um für die bedrohten Fledermäuse Quartiere schaffen zu können.
Dazu bringt das Gebäude gute Voraussetzungen mit. Der runde Eingangsbereich bietet mit seinem Kupferdach ein ideales Sommerquartier, die unterirdischen Räume (ehemalige Wasserspeicher) besitzen eine hohe Luftfeuchtigkeit und sind zudem frostfrei.
Durch entsprechende Baumaßnahmen wurde versucht verschiedene Klimazonen zu schaffen, um dadurch unterschiedlichen Fledermausarten gerecht zu werden. Durch eingebaute Beton-Hohlblocksteine finden die Fledermäuse gute Versteckplätze zum Überwintern. Die rauh verputzte Decke ist als freier Hangplatz geeignet.

Nun sind wir nach vielen schweißtreibenden Arbeitseinsätzen fertig geworden und es ist an der Zeit sich zu bedanken:
- bei Altbürgermeister Richard Hollerith und seinem Gemeinderat für die Zustimmung;
- bei seinem Amtsnachfolger, Herrn Finauer, der uns weiterhin unterstützt hat;
- bei Fa. Angerer Kamine für die Spende einer Palette Betonsteine;
- beim Bauzentrum Schmitt, das dies für uns in die Wege leitete,
- bei Baumeister Haydn, der uns mit Ratschlägen zur Seite stand;
- bei den Wasserwerkern, die uns aus so mancher Not befreiten;
- und ganz besonders bei den Aktiven der LBV-Kreisgruppe, denen für die Fledermäuse kein Tropfen Schweiß zu viel war.
13.09.2011 Bei unserer "Vogelwanderung" mit Sepp Ametsbichler durch das Kupferbachtal wurde das Thema leider etwas verfehlt. Nur wenige Exemplare des Distelfinks konnten wir sehen und ein einsamer Ruf eines Waldkauzes war zu hören. Trotzdem war es bei einer wunderbaren Wetterstimmung ein schöner Abend, der seinen gemütlichen Abschluss in einer Gaststätte fand.
06.08.2011 Zu den schönsten Erlebnissen in einem "Naturschutz-Leben" gehört sicher dieser Samstag. In Burgrain bei Isen (Obb.) entstand gemeinsam mit den "Gartenfreunden Isen“ die Idee zu einem Familienbasteltag in Zusammenhang mit der 1200-Jahrfeier des Bestehens der Burg (heute Schloss). So wurde vom LBV auf dem Schlossberg ein Familiennachmittag angeboten an dem Fledermauskästen selbst hergestellt werden konnten.
Angemeldet hatten sich dazu 43 Familien, letztendlich waren es dann sogar noch ein paar mehr. Vor der Kulisse der Burgkirche ging es bei herrlichem Wetter daran aus vorgefertigten Einzelteilen den Fledermäusen ein Zuhause zu bauen. Unterstützt von der Studentin Anna-Lena K. aus Feldkirchen (Arbeitskreis Fledermaus) hatte LBV-Kreisvorsitzender Richard Straub alle Hände voll zu tun. Jung und Alt waren mit vollem Eifer und Begeisterung dabei.

Es war ein äußerst gelungener Nachmittag und in der Dämmerung konnte von allen noch der allabendliche Ausflug der Fledermäuse beobachtet werden. Im Schlossspeicher befindet sich eine sehr bedeutende Kolonie der "Großen Bartfledermaus" und in der näheren Schlossbergumgebung kommt sogar die noch seltenere "Mopsfledermaus" vor. Demnächst werden also in wenigen Kilometern Entfernung zum Schlossberg die 50 gefertigten Fledermauskästen für zusätzliche Quartiere sorgen.

Die Schlossherren, zwei Brüder mit ihren Familien, sind von "ihren" Fledermäusen begeistert und tun alles damit es diesen gut geht. Als Dank für die gute Zusammenarbeit und ihr Engagement für den Fledermausschutz in und um das Schloss bekam das Ehepaar Klapp von Richard Straub einen Fledermauskasten und einen Türklopfer in Form einer Fledermaus geschenkt. Bei der Jubiläumsfeier wurde den Schloßbesitzern vom Erdinger Landrat eine Urkunde verliehen und eine Fledermausplakette überreicht.
12.07.2011 Bei einem Ausflug zu unserem Grundstück in der Aßlinger Filze war das Team zum Aufhängen von Nistkästen ordentlich gefordert.
Trotz einiger Mücken, Bremsen und Zecken konnten wir den Abend als Erfolg verbuchen. Von 8 gesuchten Vermessungspunkten wurden 3 genau und ein 4. ungefähr lokalisiert. Dabei wurden an den gefundenen Punkten für die Vögel als Brutplatz und zu unserer besseren Orientierung Nistkästen aufgehängt.
Nun hoffen wir durch die gefundenen Grenzmarkierungen auch noch die restlichen anpeilen zu können, damit wir dann richtig durchstarten und unsere biotopverbessernden Maßnahmen durchführen können.
In einer anschließenden Biergartenrunde konnten auch wieder neue Aktive gewonnen werden. Es war ein gelungene Exkursion in einem Gelände von dem jeder begeistert war. Es waren sich aber auch alle einig, dass hier viel Einsatz auf uns wartet.
21.06.2011 Andreas Zanoli stellte uns einen Teil seiner Arbeit im Schwalben- und Mauersegler-Schutz in Grafing vor.
10.-12.06.2011 Zusammen mit Andreas Zanoli besuchten einige LBV-Mitglieder zwei Areale, wo vorbildlich Vogelschutz geleistet wird.
Bei Tübingen hat Rudi Hanisch die Population des Gartenrotschwanzes durch gezieltes aufhängen und auch ständiges umhängen von insgesamt 300 Nistkästen von 1 Brutpaar auf ca. 30 Brutpaare erhöht. Profitiert haben dadurch ebenfalls Kohlmeise, Kleiber, Blaumeise und sogar der Halsbandfliegenschnäpper mit derzeit ca. 50 Brutpaaren.
Bei Ludwigsburg hat Herr Keil durch gezieltes aufhängen von Brutröhren den Steinkauz gefördert. Von anfangs ca. 8 Brutpaaren ist der Bestand auf derzeit über 200 Brutpaare mit über 600 ausfliegenden Jungvögeln angewachsen.
10.06.2011 Liebe Storchenfreunde, heute sind unsere Jungstörche bei idealem Wetter beringt worden. Lesen Sie bitte auch hierzu eine Information. Gleichzeitig haben wir die Grasbüschel entfernt, um freien Blick in den Horst zu haben.

Damit Sie auf Urlaubsreisen unsere Störche wiedererkennen können, finden Sie hier den Code der Ringe.
17.05.2011 Die Flughafentangente Ost (FTO) ist gebaut. Wie stellen sich die Ausgleichsflächen dar? Wir haben sie vor Ort erkundet. Trotz unsicherem Wetter hatten wir ein schönes Erlebnis.
Zwei Störche, zahlreiche Kiebitze, eine Lerche, Goldammern und ein Grünschenkel bereicherten diesen Abend.

14.05.2011 Im Markt Schwabener Postanger fand die vierte Kräuterführung mit Ulle Dopheide (Landesbund für Vogelschutz München) und Richard Straub (LBV Ebersberg) statt.
Wir suchten nach Kräutern, die uns Ulle mit seinem Wildniskocher zubereitete. Nebenbei konnten viele Fragen über die Störche und Ulles Kräuterspezialitäten beantwortet werden.
Besonders die Kinder waren sehr begeistert und konnten von den leckeren Brennesseln nicht genug kriegen.
19.04.2011 Wir trafen uns an der Sägmühle zu einer Vogelstimmenführung mit Günter Pirzkall vom LBV. Das Interesse für diese Veranstaltung war sehr groß, fast 40 Personen wollten den Stimmen der Vögel lauschen.
Das Sägmühlengelände ist ein biologisches Kleinod im Norden von Markt Schwaben, das auch zu einem wichtigen Nahrungshabitat unserer Störche gehört. Neben zahlreichen seltenen Vögeln wie z.B. Wasseramsel oder Eisvogel leben hier auch die Kreuzotter und der Feuersalamander.

Viele bekannte Vogelstimmen ließen sich hören, doch auch den Gesängen von Haubenmeise, Gartengrasmücke, Grauspecht, Sommergoldhähnchen oder Tannenmeise konnten wir lauschen. Alle Teilnehmer waren einhellig der Meinung, dass das Sägmühlengebiet für Flora und Fauna unbedingt erhalten bleiben muss.
11.04.2011 Gartenrotschwanz - Vogel des Jahres. Nistkastenreinigung im Stadtbereich Grafing, Ebersberg und Steinhöring.
Mangels Beteiligung war Andreas Zanoli als Einzelkämpfer unterwegs.
01./02.04.2011 Die ca. 300 qm große Heidefläche im Brucker Moos wurde mit Hilfe der BN-Jugend von Grafing (am 01.04.) und der LBV-Jugend von Glonn (am 02.04.) von jungen Birken und Büschen befreit, damit das Heidekraut und die darin lebenden Tiere erhalten bleiben.
die Helfer wir kommen ganz schön in's Schwitzen Pause muss auch sein
Andreas und Volkart Andreas und Volkart wir werden beobachtet wir haben viel erreicht
26.03.2011 In Grafing-Bahnhof fand bei Frau Astrid Geweke eine Gebäudeoptimierung mit Andreas Zanoli statt.
Es handelt sich um ein Einfamilienhaus. Hier wurden Kästen (Fledermaus, Mauersegler, Bachstelze, Hausrotschwanz, Grauschnäpper) gereinigt und die "Ausbeute" registriert.
Einige Interessenten waren ebenfalls da und holten sich Anregungen, um das eigene Haus/Wohnung für diese bedrohten Arten zu optimieren.
26.02.2011

Nistkastenkontrolle
Bei unserer Nistkastenkontrolle und -Reinigungsaktion erzielten wir dieses Mal unser bislang bestes Ergebnis.
An der Fischzucht Kießle muss ein ca. 20 Jahre alter Fledermauskasten mindestens einmal jährlich gereinigt werden. Wir nahmen die Vorderwand ab und es quollen uns die Fledermäuse regelrecht aus dem Innenraum entgegen. Es waren mindestens 130 "große Abendsegler"! Der Kasten war zu etwa einem Drittel zugekotet. Ein Teil der Fledermäuse musste entnommen werden, um anschließend die Vorderwand ohne Verletzungsgefahr für die Tiere wieder einsetzen zu können.

Damit sich die vorhandene Population weiter ausbreiten kann, haben wir einen weiteren Kasten dieses Modells in der Nähe aufgehängt.

25.02.2011 Horst-Instandsetzung
Unser Nachbarhorst in Eitting musste stabilisiert werden. Die Verbindung vom Brutbereich zum äußeren Reisig-Ring war zur Hälfte abgerissen und drohte abzustürzen. Deshalb wurde die Osthälfte des Horstes abgetragen (ca. 150kg.)
Kräftige Haselnussstöcke wurden zwischen Kaminabdeckplatte und Horstboden getrieben, anschließend eingeflochten und der Horst wieder aufgebaut. Die Feinheiten sollen die Störche selbst erledigen. Nach der Brutsaison wird ein neuer stabiler Unterbau erstellt.
Vielen Dank an die Fa. Wurzer Umwelt für die kostenlose Bereitstellung der Hebebühne und Dank dem eifrigen Feuerwehrmann, der sie bediente.

Nachtrag: Am 08.03. hat ein Weißstorch den Horst angenommen.

20.02.2011 Mehlschwalbennester Montage bei Ettenhuber
20 künstliche Nester für Mehlschwalben wurden am Wochenende in Schlacht bei Glonn montiert. Unter dem Dachüberhang der großen Bushalle des Großbetriebes Ettenhuber wurden fertige künstliche Nisthöhlen angeschraubt. Andreas Zanoli-Moller, beim LBV ehrenamtlich für Höhlenbrüter wie Schleiereulen, Schwalben und Turmfalken zuständig: „Die Schwalben sparen viel Zeit beim Nestbau, die fertigen Höhlen werden gerne angenommen, so können sie zweimal im Jahr brüten“ so der Experte.
Lesen Sie hier weiter.

2010  
27.12.2010 Schleiereule braucht Hilfe
Die Schleiereule braucht dringend Hilfe. "Unsere schönste Eule ist vom Aussterben bedroht. Die Bestände im Landkreis sind dramatisch gesunken", stellt der LBV fest und gibt einen Tipp: Jeder Bauer könnte helfen, den besten "Mäusejäger" zu erhalten. Ein Nistkasten im Giebel einer Scheune wäre ein passendes Zuhause für den Nachtjäger.
Lesen Sie bitte hier weiter.
28.07.2010 Nistkastenaktion für Mauersegler
Neue Aktion des Vogelschutzbundes für den bedrohten Mauersegler. Mauersegler sehen den Schwalben sehr ähnlich, sind etwas größer und sind auch wie diese Gebäudebrüter und sehr quartiertreu.
Bitte lesen Sie hier weiter.